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Presseartikel

Auszug aus dem Artikel “Pranayama im Kundalini Yoga - Verbindung von Atem und Achtsamkeit” von Kerstin Leppert. erschienen im Deutschen Yoga-Forum, Ausgabe 6 / 2005:

Pranayama im Kundalini Yoga – Verbindung von Atem und Achtsamkeit

 „Du lebst durch deinen Atem, du bist ein Produkt deines Atems und die  Realisation deiner Ziele geschieht durch deinen Atem. In dem Moment, da du wirklich mit deinem Atem verbunden bist, strömt das Universum in dich hinein.“ (Yogi Bhajan)

Kundalini Yoga, 1968 von Yogi Bhajan in den Westen gebracht, ist das Yoga der  Bewusstheit für Menschen, die mitten im Leben stehen, denn es hilft, die täglichen Anforderungen tatkräftig, gelassen und besonnen zu meistern. Das Ziel dieser Sensibilitäts- und Selbstschulung ist die nachhaltige  Balance von Körper, Geist und Seele durch alle Aspekte des Yoga: Haltung, Bewegung, Konzentration,  bewusste Atemführung, Meditation sowie gesunde Lebensführung. Durch die Verbindung dieser Elementeführt  Kundalini Yoga auf einzigartige Weise zu einer bewussten Wahrnehmung, einem belastbaren Körper und einem klaren Geist. Dabei stellt Atmung ein fundamentales Werkzeug im Kundalini Yoga dar.

Atmen bedeutet, in Austausch mit der ganzen Welt und allem Sein zu stehen, sich in  grundlegender und lebenserhaltender Weise zu verbinden. Auf andere Formen der wechselseitigen Beziehung mit der Welt wie Nahrung, Licht, Wasser können wir mindestens einige Tage verzichten – ohne zu atmen sterben  wir binnen Minuten.

Yoga der Achtsamkeit

Der Atem hat eine doppelseitige Natur: Er ist sowohl grob als auch subtil, er ist  „meins“ und „nicht meins“, automatisch und bewusst zugleich. Der Kundalini Yogi betrachtet den Atem und dessen Bewegungen als Verbindung zu den Bewegungen aller Emotionen und Gedanken. Mit anderen Worten: der  Kundalini Yogi entwickelt Achtsamkeit gegenüber seinem Atem und seinem Lebensgefühl.

Bewusstheit des Atems beginnt damit, anzuerkennen, dass die Atmung einerseits den  physischen Aspekt umfasst – die Versorgung des Körpers mit Sauerstoff - und andererseits die subtile Lebenskraft von Körper und Geist, die wir Prana nennen. Prana ist die allem Leben zugrunde liegende Kraft, die  formbildende Komponente allen Seins, die subatomare Energie. Prana ist Bewegung und Code der Lebensenergien, die durch Körper und Geist fließen, und manifestiert sich als Schwingung. Prana ist nicht Kundalini.  Kundalini, abgeleitet von Kundal (Locke im Haar des Geliebten), ist eine Ausstrahlung der Seele, die Öffnung von Seelenenergie und Bewusstheit.

„Am Anfang war das Wort“ bedeutet „Am Anfang war Schwingung“ und so stehen Prana,  Atem und Schwingung stehen in enger Beziehung. Sie bilden die Basis aller Dinge und gestalten Form und Richtung des Lebens. Sie regieren unsere Kommunikation und die Beziehungen zu uns selbst und anderen. Wenn wir  diese Kräfte anschirren können, indem wir Atem und Klang meistern, können wir unser Leben und unser gesamtes Potenzial kreativ lenken.

Pranayama ist Energiemanagement

Hier setzt Pranayama an, die verfeinerte Kunst und Beherrschung des Atems:  Kontrolle der Bewegung des Pranas durch Atemtechniken. Meistens wird Pranayama mit Beherrschung (Yama) des Atems (Prana) übersetzt. Es gibt jedoch eine alternative Übertragung: Pran heißt erste Einheit und Ayama  bedeutet Ausdehnung. Demnach dehnen wir mit Pranayama die erste Einheit, die Energie des Samens aus. Eine geringfügige Änderung in der Schwingung des Samens kann unser gesamtes Universum verändern.

Dem Kundalini Yogi steht eine breite Auswahl von Pranayama Techniken zur Verfügung.  Rhythmus und Tiefe des Atems werden variiert, um verschiedene Energiezustände von Gesundheit, Bewusstheit und Emotion zu beeinflussen und zu managen. Der Geist folgt dem Atem, daher liegt der Schlüssel zur Kontrolle  des Geistes in der Kontrolle des Atems. Unterstützend werden aus dem Gurmukhi stammende Mantras gebraucht: oftmals wird der Übende aufgefordert, Sat (Wahrheit) beim Einatmen und Nam (Name, Identität) beim Ausatmen  zu denken. Sat Nam ist ein Saatmantra und bedeutet frei übersetzt „Ich bin wahrhaftig“.

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Auszug aus dem Artikel “Pratyahara im Kundalini Yoga - Transformation mit Mantras” von Kerstin Leppert. erschienen im Deutschen Yoga-Forum, Ausgabe 2 / 2006:

Pratyahara im Kundalini Yoga - Transformation mit Mantras

Pratyahara, das 5. Sutra Patanjalis, gilt als das Prinzip des richtigen Umgangs mit  den Sinnen. Pratyahara beinhaltet sowohl das Abschalten der Sinne als auch die Fähigkeit, über sie hinaus zu gehen. Pratyahara ist ebenso die Methode, mit der wir lernen, die Sinne zu beherrschen als auch der Weg,  um innere Energie-Quellen zu erschließen. Unabhängig von Einflüssen zu sein heißt Pratyahara – dabei ist es ein natürlicher Prozess, der ganz ohne Anstrengung funktioniert. Man zwingt die störenden Gedanken nicht  aus seinem Geist heraus, sondern beobachtet sie, damit sie verblassen und sich auflösen.

Satya Singh, Autor des deutschen Grundlagenwerkes „Das Kundalini Yoga Handbuch“[1] und enger Schüler Yogi Bhajans definiert Pratyahara als Versuch, durch Beherrschung der Sinnesorgane mehr Freiheit und Unabhängigkeit im Denken und Wahrnehmen zu erlangen. In der östlichen Philosophie gelten die Sinne als Grundlage von Glück und Leid. Daher entscheiden wir durch den Gebrauch unserer Sinne über Art und Qualität der Energien, die wir aus der Umwelt aufnehmen. Pratyahara berücksichtigt aber auch die Ablenkung, die aus unserem Inneren entspringt – Bilder aus dem Unbewussten, dem Erinnerten oder der Phantasie – und bedeutet daher mehr als das Beherrschen von Auge, Zunge, Ohren und Haut.

Pratyahara ist die Tür zwischen dem äußeren und dem inneren Yoga, mit Hilfe derer  wir von der einen auf die andere Seite gelangen können: von der äußeren Sinneswahrnehmung hin zur inneren Stille. In der deutschen Übersetzung der „Sadhana Guidelines“[2] heißt es, dass es darum geht, das kosmische Bewusstsein durch einen Prozess des Zusammenziehens in das individuelle Bewusstsein hineinzubringen: „Du beobachtest jedes Gedankenmuster, das in dein Bewusstsein eindringt. Du entscheidest, ob es dich der Unendlichkeit näher bringt (...). Du setzt an die Stelle eines negativen Gedankens einen positiven und entwickelst so eine neutrale Einstellung.“ Wie aus diesem Zitat ersichtlich, interpretiert Yogi Bhajan Pratyahara eher als Transformation denn als Unterdrückung: Der Yogaübende möge Eigenschaften und Gedankenmuster wie Maßhalten und Friedfertigkeit verfeinern, sowohl in der täglichen Übungspraxis als auch in seinem Leben, um Üben und Alltag auf dem Yogaweg zusammenzuführen.

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Auszug aus dem Artikel “Dhyana - Eintauchen in die innere Stille” von Kerstin Leppert. erschienen im Deutschen Yoga-Forum,  Ausgabe 4 / 2006:

Dhyana im Kundalini Yoga: Spielerisch in die innere Stille eintauchen

Mein fast neunjähriger Sohn versinkt in den lichten Räumen seiner  Vorstellungskraft, wenn er ein Buch aufschlägt. Über Stunden hinweg taucht er in die Geschichte ein, summt monoton vor sich hin und blendet dabei seine Außenwahrnehmung so aus, dass er weder isst, noch trinkt,  vergisst, auf Toilette zu gehen und einfach nicht hört, wenn ich ihn rufe. Was hat das mit Yoga zu tun?

Laura, 13 Jahre alt, sitzt an ihrem Schreibtisch und zeichnet in sich ruhend an  einem Bild, Bleistiftstrich für Bleistiftstrich und voller Hingabe. Eben noch genervt von den Anforderungen des Schulalltags und gebeutelt von den hormonellen Berg- und Talfahrten der Pubertät, fließt sie im Strom  ihres kreativen Schaffens mit, ist eins mit sich und dem Kunstwerk, das wie durch Zauber von selbst entsteht. Gibt es hier einen Zusammenhang mit Dhyana, dem siebten Teil von Patanjalis Yogadefinition?

Der Begriff Dhyana stammt ursprünglich aus dem Buddhismus (Jhana) und fand dann in  die indische Vedanta-Philosophie. In China wurde daraus Chan, in Vietnam Thien und in Japan Zen. Im „Wörterbuch Sanskrit-Deutsch“ von Klaus Mylius, 6. Auflage 1999, wird Dhyana beschrieben als Versenkung, Sinnen,  Nachdenken, Andacht, Meditation. Heute wird dieses Wort meistens mit Meditation übersetzt. Manche beschreiben Dhyana auch als kontinuierlichen Strom heilsamer, einender geistiger Prozesse, als eine Art „Flow“. Es  ist im eigentlichen Sinne kein schaffender Prozess, sondern ein Erfahrungsakt reiner Beobachtung, bei der sowohl das Ego und als auch der ständig Gedanken produzierende Geist beiseite treten. Damit das jedoch  geschieht, muss der Meditierende seine Konzentration halten (Dharana – der sechste Teil von Patanjalis Yogadefinition) und die geistige Energie bündeln, ohne sich ablenken zu lassen. Wer dies lange genug durchhält,  erreicht einen Zustand der Integration: Das Ich-Erleben löst sich auf und Zeitlosigkeit und kosmische Verbundenheit werden erfahren.

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Auszug aus dem Artikel “Kundalini Yoga und Pilates = YogaPilates, erschienen im Deutschen Yoga- Forum, Ausgabe 2/2007),

Das Beste aus zwei Welten: Kundalini Yoga + Pilates = YogaPilates

Kundalini Yoga und Pilates sind wie Milch und Honig, wie Vanilleeis mit Erdbeeren:  Man kann jedes für sich genießen, aber zusammen ist es ein ganz besonderes Geschmackserlebnis: YogaPilates. Die Jahrtausende alte Kunst des Kundalini Yoga, Bewegung, Atmung und Entspannung zur Heilung und  Harmonisierung von Körper, Geist und Seele einzusetzen, und das Credo von Joseph Hubert Pilates, den Körper sanft zu kräftigen, fließen dabei zusammen. Das Geheimnis von YogaPilates liegt in der richtigen  Verknüpfung von Atemtechniken, Dehn- und Kraftübungen,  Koordination und harmonischen Bewegungen, abgerundet durch Tiefenentspannung und Meditation.

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“Alles gut verarbeitet - Übungen für Magen und Darm”, Schrot und Korn, Ausgabe Yoga und Bio September 2014

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